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Gerätesuche ​

Die Gerätesuche findet die Geräte in Ihrem Netz, ohne dass Sie deren Adressen vorher kennen müssen. Sie geben Pulse einen Netzbereich vor, Pulse durchsucht ihn nach Siemens-S7-, OPC-UA- und PROFINET-Geräten und zeigt Ihnen, was vorhanden ist — ein Eintrag je Gerät mit allem, was Pulse darüber in Erfahrung gebracht hat. Sie entscheiden anschließend, welche dieser Funde zu Datenquellen werden.

Sie dient zugleich als Bestandsaufnahme. Eine Suche meldet jedes Modul, das geantwortet hat, nicht nur die, aus denen sich Werte lesen lassen, und jeden Host, den sie im Segment gesehen hat — auch die, die kein bekanntes Protokoll sprechen. Was Sie übernehmen können und was in Ihrem Netz steht, sind zwei verschiedene Fragen; die Ergebnisseite beantwortet beide.

Sie öffnen die Gerätesuche über Assets > Geräte suchen in der Seitenleiste oder über die Schaltfläche Geräte suchen auf der Seite der Datenquellen. Nur Administratoren der Organisation können eine Suche starten.

INFO

Die Gerätesuche meldet ausschließlich, was sie findet. Sie legt niemals selbst eine Datenquelle an — beim Übernehmen gelangen Sie in das gewohnte Anlageformular mit den gefundenen Werten, das Sie selbst bestätigen.

Was die einzelnen Protokolle finden ​

ProtokollWonach gesucht wird
Siemens S7Jedes Modul, das über ISO-on-TCP antwortet — die CPU und den Kommunikationsprozessor davor. Jedes wird mit Baugruppenträger, Steckplatz, Bestellnummer, Firmware-Version, Seriennummer und Betriebszustand — RUN oder STOP — aufgeführt, soweit es diese meldet.
OPC UAOPC-UA-Server einschließlich der Endpunkte und Sicherheitseinstellungen sowie — wenn der Server einen ungesicherten Endpunkt anbietet — Herstellername, Produktname und Firmware-Version aus dem Server selbst
PROFINETPROFINET-Geräte im selben Netzsegment wie der Scanner, gefunden über DCP auf Layer 2, auch solche, die noch keine IP-Adresse haben

Jedes Protokoll wird in Ihrer Lizenz einzeln freigeschaltet. Ist eines nicht freigeschaltet, ist dessen Auswahlfeld deaktiviert und mit nicht in Ihrem Tarif gekennzeichnet. Die übrigen funktionieren weiterhin.

Lesezugriff bei S7-1200 und S7-1500 ​

Bei S7-1200 und S7-1500 muss PUT/GET freigegeben sein

Bei diesen Steuerungen ist die PUT/GET-Kommunikation ab Werk abgeschaltet, dasselbe gilt für eine CPU mit vollständigem Schutz. Eine solche Steuerung erscheint zwar im Ergebnis — die Suche erreicht sie —, gibt aber nichts über sich preis: keine Bestellnummer, keine Firmware-Version, keine Seriennummer und keinen Betriebszustand. Ihr Fund ist mit Lesezugriff deaktiviert gekennzeichnet, und Pulse kann später auch keine Werte aus ihr lesen.

Damit sie lesbar wird, geben Sie den PUT/GET-Zugriff in den Schutz-Einstellungen der CPU in Ihrem Engineering-Werkzeug frei und starten die Suche erneut. Bei S7-300 und S7-400 ist das in der Regel nicht nötig.

PROFINET erfasst nur ein Segment ​

PROFINET kann keine Routergrenze überschreiten

PROFINET-Geräte werden über DCP gefunden, und DCP arbeitet auf Layer 2: Die Suche erreicht die Geräte in dem Segment, mit dem der Scanner selbst verbunden ist, und nicht weiter. Ein größer gefasster Netzbereich ändert daran nichts, und ein Router lässt sich nicht überbrücken, unabhängig davon, wie der Bereich geschrieben ist. S7 und OPC UA sind davon nicht betroffen — die werden über IP gescannt und funktionieren wie gewohnt über Routergrenzen hinweg.

Um ein Segment zu erfassen, mit dem die Appliance nicht verbunden ist, scannen Sie es von einem Collector in diesem Segment aus.

Eine Suche starten ​

  1. Öffnen Sie Assets > Geräte suchen.
  2. Klicken Sie auf Einstellungen, um die Sucheinstellungen zu öffnen:
    • Netzbereich — Pulse trägt die Netze ein, mit denen das Gerät bereits verbunden ist — in den meisten Anlagen können Sie diese Vorgabe übernehmen. Für andere Netze ersetzen Sie den Eintrag.
    • Suchen nach — Wählen Sie die Protokolle aus.
    • Sind in Ihrer Organisation Remote-Collectors registriert, Suchen von — von dieser Appliance (Standard) oder von einem bestimmten Collector. Verwenden Sie einen Collector, um ein Segment zu erreichen, das die Appliance nicht direkt erreicht. Eine Suche kann nicht gestartet werden, wenn der gewählte Collector nicht aktiv verbunden ist, widerrufen wurde oder aus der Organisation entfernt wurde. Wurde ein zuvor gewählter Collector entfernt, zeigt die Auswahl Collector entfernt an seiner Stelle; wählen Sie einen verbundenen Collector oder suchen Sie von dieser Appliance aus.
  3. Klicken Sie auf Suche starten.

Sobald eine Suche abgeschlossen ist, startet Erneut suchen eine neue Suche mit denselben Einstellungen.

Formate für den Netzbereich ​

Trennen Sie mehrere Einträge durch Leerzeichen oder Kommas. Die Formate lassen sich mischen:

FormatBeispiel
Einzelner Host192.168.10.5
CIDR-Block192.168.10.0/24
Bereich192.168.10.10-20
Ausgeschriebener Bereich192.168.10.1-192.168.10.254

Umfasst ein Bereich sehr viele Hosts, fragt Pulse vor dem Start nach einer Bestätigung. Diese Rückfrage fängt vertippte Präfixe ab — ein /16 sind erheblich mehr Adressen als ein /24.

Alle Baugruppenträger und Steckplätze prüfen ​

Ein S7-Modul antwortet auf einem bestimmten Baugruppenträger und Steckplatz. Standardmäßig prüft Pulse die vier häufigsten Positionen, was nahezu jede Installation abdeckt.

Ein Aufbau antwortet meist mehrfach. Ist er über einen Kommunikationsprozessor angebunden — etwa einen CP 443-1 in einer S7-400 —, antwortet der CP auf einem eigenen Steckplatz für sich selbst, die CPU dahinter ebenfalls. Beide erscheinen unter demselben Gerät, jeweils mit eigener Bestellnummer und Firmware, denn beide sind Anlagenteile, die Ihnen gehören. Als Datenquelle übernehmen bietet nur die CPU an: Ein Kommunikationsprozessor enthält keine Datenbausteine der CPU, eine darauf gerichtete Datenquelle käme also zustande und läse nichts.

Ein einzelnes Modul kann außerdem an mehreren Positionen antworten — eine S7-1500-CPU antwortet auf Steckplatz 1 und auf Steckplatz 0. Sie wird einmal aufgeführt, an der Position, über die eine Datenquelle sie anspricht.

Zeigt ein Gerät einen Kommunikationsprozessor und keine CPU, steckt die CPU meist an einer Position außerhalb der vier standardmäßig geprüften.

Aktivieren Sie Alle Baugruppenträger und Steckplätze prüfen (unter Einstellungen), wenn Sie CPUs an ungewöhnlichen Positionen erwarten. Die Suche findet dann mehr, dauert aber deutlich länger, weil jede Position für jede Adresse geprüft wird, die nicht bereits geantwortet hat.

Während der Suche ​

Die Seite füllt sich laufend, statt erst am Ende ein Ergebnis zu zeigen. Eine Statusleiste oberhalb der Ergebnisse zeigt die bisherige Laufzeit sowie die Zahl der Warnungen und Fehler — klicken Sie sie an, um das vollständige Suchprotokoll zu öffnen.

  • Die Ergebnisse, ein Eintrag je Gerät, die sich im Verlauf der Suche füllen. Verwenden Sie den Filter über der Tabelle, um nach Gerätename, Adresse, Artikelnummer oder Seriennummer einzugrenzen. Klicken Sie auf eine Zeile, um ein Seitenpanel mit allen gefundenen Details zu öffnen — Seriennummer, Gerätename, Funktions- und Ortskennzeichen, Endpunkt-URL und CPU-Zustand.

    Hat ein Gerät auf mehr als ein Protokoll geantwortet oder hat ein Baugruppenträger für mehrere Module geantwortet, können Sie die Zeile über den Aufklappschalter aufklappen, um jeden Fund einzeln zu sehen.

In einem direkt angeschlossenen Netz erscheinen die Geräte, bevor sie geprüft wurden: Die Siemens-S7-Suche fragt zuerst im Segment nach, wer welche Adresse belegt, und diese Antwort ist bereits eine Bestandsaufnahme. Anschließend füllt sich jedes Gerät mit dem, was es tatsächlich spricht. Bei einer Suche über einen Router entfällt dieser Schritt — dort erscheinen die Geräte, sobald sie antworten.

Sie können die Seite verlassen und später zurückkehren — die Suche läuft weiter, und die Seite zeigt sie wieder mit allem, was bisher gefunden wurde. Das gilt auch für einen anderen Browser-Tab oder ein anderes Gerät: Wer die Seite öffnet, während eine Suche läuft, sieht diese Suche und kann sie anhalten. Um vorzeitig abzubrechen, klicken Sie auf Anhalten. Bereits gefundene Geräte bleiben erhalten.

Die Adresse der Seite benennt die angezeigte Suche. Ein Lesezeichen oder ein geteilter Link öffnet deshalb genau diese Suche wieder, auch nachdem sie beendet ist. Ohne einen solchen Link zeigt die Seite eine laufende Suche oder ist bereit für eine neue.

Pro Organisation läuft immer nur eine Suche gleichzeitig. Zwei sich überschneidende Suchen würden dieselben Steuerungen gleichzeitig ansprechen. Das kann die begrenzte Zahl an Verbindungen einer S7-300 erschöpfen und ein Programmiergerät aussperren.

Was ein PROFINET-Fund zeigt ​

Jeder PROFINET-Fund zeigt die MAC-Adresse des Geräts und, sofern vorhanden, dessen IP-Adresse. Pulse fragt anschließend das Gerät selbst nach seinen Identifikationsdaten und ergänzt den Fund um die auf dem Gehäuse aufgedruckte Bestellnummer, die Firmware-Version und die Seriennummer.

Pulse fragt außerdem nach den Kennzeichen, die bei der Inbetriebnahme auf das Gerät geschrieben wurden: seine Funktion und sein Einbauort. Trägt ein Gerät diese Angaben, steht dieser Name über dem Fund — derselbe, der auf Ihrem Schaltschrank und in Ihrer Dokumentation steht — und der PROFINET-Gerätename rückt in die Zeile darunter. Viele Geräte haben keine Kennzeichen, weil die Felder optional sind und oft leer bleiben; über diesen Funden steht dann der PROFINET-Gerätename.

Diese zweite Abfrage ist in beide Richtungen optional. Ein Gerät ohne IP-Adresse lässt sich gar nicht abfragen, ebenso wenig ein Gerät, dessen Adresse außerhalb aller Subnetze der Appliance liegt — über alle Netzwerkschnittstellen hinweg; und nicht jedes Gerät antwortet — manche Firmware unterstützt die Abfrage nicht. Bleibt sie unbeantwortet, ist der Fund dennoch vollständig; er zeigt dann nur, was die Suche allein ermitteln konnte.

Die Abfrage braucht einen Moment. Pulse fragt mehrere Geräte gleichzeitig und gibt einem Gerät, das nicht antwortet, einige Sekunden Zeit, bevor es weitergeht. PROFINET-Funde können deshalb noch kurz nach dem Ende der eigentlichen Suche eintreffen. Nach dreißig Sekunden hört Pulse in jedem Fall auf zu fragen; ein Gerät, das dann noch aussteht, wird mit dem gemeldet, was die Suche allein ermitteln konnte.

Parallel zur I&M0-Abfrage hört Pulse auch auf LLDP-Ankündigungen im Segment. Ein PROFINET-Gerät, das sich über LLDP bekannt macht — typischerweise ein Switch oder ein Managed-Gerät —, ergänzt den Fund im Detailbereich um seinen LLDP-Systemnamen und seine LLDP-Systembeschreibung. Da LLDP ein passives, unabhängiges Protokoll ist, werden diese Werte unabhängig vom Ergebnis der I&M0-Abfrage gespeichert: Ein Switch, der die azyklische Abfrage abgelehnt hat, kann seine vollständigen Identifikationsdaten dennoch über LLDP in derselben Suche senden. Die Systembeschreibung ist der Rohtext, den das Gerät selbst sendet — Herstellername, Produktname und Firmware-Version im Format des Herstellers — und keine in Einzelfelder aufgeteilte Darstellung.

Was ein OPC-UA-Fund zeigt ​

Jeder OPC-UA-Fund enthält die Endpunkt-URL des Servers und die Sicherheitskonfigurationen, die er bei der Suche angeboten hat. Bietet der Server einen Endpunkt ohne Sicherheit (None/None) an, liest Pulse außerdem seine BuildInfo — den eigenen Bericht des Servers darüber, was er ist — und ergänzt den Fund um Herstellername, Produktname und Firmware-Version. Das sind dieselben Felder, die PROFINET- und S7-Funde über I&M0 befüllen, sodass eine gemischte Anlage protokollübergreifend einheitlich dargestellt wird.

Bietet der Server nur verschlüsselte oder authentifizierte Endpunkte und keinen ungesicherten an, kann BuildInfo ohne Zugangsdaten nicht gelesen werden. Der Fund ist dennoch vollständig; er zeigt dann nur, was die Endpunktsuche ermitteln konnte.

Was ein S7-Fund zeigt ​

Der Detailbereich eines S7-Geräts enthält den Abschnitt Geprüfte Baugruppenträger und Steckplätze, der zeigt, welche Positionen der Scan geprüft hat und was dabei herausgekommen ist:

ErgebnisBedeutung
Hat geantwortetAn dieser Position hat ein Modul geantwortet und Bestellnummer, Seriennummer und Firmware gemeldet.
Hat geantwortet, Identifikation verweigertEin Modul hat geantwortet, sich aber nicht identifiziert — siehe Lesezugriff bei S7-1200 und S7-1500.
Verbindung abgelehntAn dieser Position hat der Scan kein Modul erreicht. Auch ein Modul, dessen Verbindungen alle belegt sind, lehnt ab; eine Position, die bei einem früheren Scan geantwortet hat, kann deshalb ablehnen, während eine Engineering-Station verbunden ist.
Nicht geprüftDer Scan hat aufgehört, nachdem er 8 Module an diesem Gerät gefunden hat. An dieser Position kann trotzdem ein Modul stecken.

Hat der Scan alle Baugruppenträger und Steckplätze geprüft — mehr als 32 Positionen insgesamt —, werden nur die Positionen, die geantwortet haben, einzeln aufgeführt; Positionen, die die Verbindung abgelehnt haben oder nicht geprüft wurden, werden in einer Zusammenfassungszeile am Ende gezählt.

Warum ein Gerätename verstümmelt aussehen kann ​

Ein PROFINET-Gerätename darf nur Kleinbuchstaben, Ziffern, Bindestriche und Punkte enthalten. Ein Engineering-Werkzeug muss jeden Namen, der dazu nicht passt, deshalb umschreiben: Es wandelt ihn in Kleinbuchstaben, ersetzt die unzulässigen Zeichen und hängt eine kurze Prüfsumme an. Ein Gerät, das im TIA Portal Tank4_SRV heißt, meldet sich deshalb als tank4xbsrv5554. Ein Name, der nur kleingeschrieben werden musste, bleibt unverändert. Das TIA Portal zeigt beide Namen in den Eigenschaften der PROFINET-Schnittstelle nebeneinander an, als Gerätename und umgewandelten Namen.

Pulse macht diese Umschreibung rückgängig, soweit das möglich ist. Die Prüfsumme zeigt, dass der Name umgewandelt wurde — über einem Gerät, das sich als xva34xnh10-kt11a343 meldet, steht deshalb =a34+h10-kt11, also die Bezeichnung aus Ihrem Projekt. Zweierlei geht dabei nicht: Großbuchstaben gehen bei der Umwandlung verloren und lassen sich nicht zurückholen, eine Rekonstruktion ist also immer klein geschrieben; und ein Name mit einer Ersetzung, die Pulse nicht kennt, bleibt genau so stehen, wie er gemeldet wurde.

Verborgen wird dabei nichts. Der Name, wie das Gerät ihn meldet, steht weiterhin unter der Überschrift in der Fundzeile und passt damit zu dem, was Sie im Engineering-Werkzeug oder auf der Weboberfläche des Geräts sehen. Über einem Gerät mit Kennzeichen aus der Inbetriebnahme steht stattdessen dieses Kennzeichen — das hat ein Mensch getippt, es ist nicht rekonstruiert.

Wie Pulse den Anschluss eines Geräts empfiehlt ​

Eine Suche kann dieselbe Maschine dreimal finden: eine CPU auf Port 102, deren eigenen OPC-UA-Server auf 4840 und einen PROFINET-Namen auf dem Draht. Jede Gerätezeile trägt deshalb eine Empfehlung statt einer Liste — fahren Sie mit der Maus darüber, um den Grund zu sehen.

EmpfehlungWas sie bedeutet
SymbolischDie CPU hat eine S7CommPlus-Sitzung beantwortet, Pulse kann sie also über Symbolnamen lesen, ohne dass etwas freigeschaltet werden muss.
OPC UADer eigene OPC-UA-Server des Geräts hat geantwortet. Eine dokumentierte Schnittstelle, und auch sie braucht kein PUT/GET.
S7 (klassisch)Die CPU hat sich über PUT/GET identifiziert, sie lässt sich also über absolute Adressen lesen.
Noch kein WegDie CPU hat auf Port 102 geantwortet und auf keines von beidem. Der Tooltip sagt, was sich ändern müsste.

Die Reihenfolge ist keine Geschmacksfrage. Symbolisch steht vorn, weil es die Namen liest, die das Programm ohnehin trägt, und an der Steuerung nichts freigeschaltet werden muss; der eigene OPC-UA-Server der CPU folgt aus demselben PUT/GET-freien Grund; der klassische Weg funktioniert und kostet eine Einstellung, die viele Anlagen bewusst ausgeschaltet lassen.

Noch kein Weg ist eine S7-1200 oder S7-1500 mit ausgeschaltetem PUT/GET und einer Firmware oder einem TIA-Projekt, die älter sind als das symbolische Lesen verlangt. Es öffnet sich durch eines von dreien: das Projekt auf TIA Portal V17 oder neuer migrieren (mit Firmware V2.9 auf einer S7-1500 bzw. V4.5 auf einer S7-1200), den eigenen OPC-UA-Server der CPU einschalten oder den PUT/GET-Zugriff freigeben. Wo die Suche die Firmware lesen konnte und sie bereits neu genug ist, sagt der Hinweis das und nennt nur noch die TIA-Migration.

Eine Suche, die flacher als Identifizieren läuft, fragt nichts davon ab; Geräte aus einem solchen Lauf tragen deshalb gar keine Empfehlung.

S7CommPlus-Abfrage im Detailbereich ​

Der Detailbereich eines Geräts zeigt für jeden S7-Fund ein Feld S7CommPlus mit einer von drei Antworten:

AntwortWas sie bedeutet
JaDie CPU hat eine S7CommPlus-Sitzung beantwortet — sie lässt sich über Symbolnamen lesen.
NeinDie CPU wurde gefragt und hat auf die S7CommPlus-Abfrage nicht geantwortet.
Nicht geprüftNiemand hat dieses Gerät nach S7CommPlus gefragt. Die Suche endete vor der Identifikation, oder der ausführende Collector ist älter als die Abfrage. Das ist nicht dasselbe wie eine Absage des Geräts.

Suchen von einem älteren Collector aus: Wenn der gewählte Collector die S7CommPlus-Abfrage nicht unterstützt, erscheint auf der Suchseite ein Warnbanner. Klassische S7-Geräte werden weiterhin gefunden; nur die Prüfung auf symbolische Lesbarkeit entfällt. Aktualisieren Sie den Collector, um beides zu prüfen.

Ein gefundenes Gerät übernehmen ​

Funde, aus denen sich Werte lesen lassen, haben die Schaltfläche Als Datenquelle übernehmen. Sie öffnet das Anlageformular des empfohlenen Wegs mit den gefundenen Werten — die Adresse bei einer symbolischen S7-CPU, Adresse mit Baugruppenträger und Steckplatz bei einer klassischen oder die Endpunkt-URL bei OPC UA. Prüfen Sie die Werte und speichern Sie.

Funde ohne diese Schaltfläche sind deshalb nicht weniger echt: Es sind Anlagenteile in Ihrem Netz, die diese Suche erkannt hat, und genau darum stehen sie dort. Ihnen fehlt lediglich etwas, das eine Datenquelle lesen könnte.

Geräte, zu denen bereits eine Datenquelle passt, sind als Bereits übernommen gekennzeichnet, damit eine erneute Suche dieselbe Steuerung nicht ein zweites Mal anbietet. Der Detailbereich zeigt dasselbe für jedes Modul, das eine Datenquelle lesen kann — eine klassische oder symbolische S7-CPU, einen OPC-UA-Server — und verlinkt auf die Datenquelle, die es bereits liest.

Manche Funde benötigen zuerst eine Anpassung, bevor sie gelesen werden können:

  • Lesezugriff deaktiviert — die CPU hat geantwortet, sich aber nicht identifiziert. Das Gerät ist echt und kann übernommen werden, an der Steuerung muss aber zuerst der PUT/GET-Zugriff freigegeben werden, bevor Pulse davon lesen kann. Ist sie zugleich als Symbolisch gekennzeichnet, ist das nicht nötig: Sie lässt sich so, wie sie ist, über Symbolnamen lesen.
  • Kommunikationsprozessor — ein CP vor einem Baugruppenträger. Er ist ein echtes Anlagenteil mit eigener Bestellnummer und Firmware und deshalb wissenswert, enthält aber keine Datenbausteine; es gibt also nichts zu übernehmen. Erscheint er ohne CPU daneben, starten Sie die Suche erneut mit Alle Baugruppenträger und Steckplätze prüfen oder prüfen Sie, auf welchem Steckplatz die CPU steckt.
  • Nicht identifiziert — etwas antwortet auf dem S7-Port, hat aber keine der geprüften Positionen aus Baugruppenträger und Steckplatz angenommen. Das kann eine CPU an einer ungewöhnlichen Position sein, ein Bedienpanel oder ein Gateway. Prüfen Sie alle Baugruppenträger und Steckplätze, um mehr zu erfahren.
  • Im Netz gesehen — ein Host, der auf die Netzabfrage geantwortet hat, aber auf keines der gesuchten Protokolle. Diese Hosts werden am Ende der Ergebnisse in einer zugeklappten Zählung zusammengefasst; aktivieren Sie Hosts ohne Protokoll anzeigen, um sie einzublenden. Über sie ist nichts weiter bekannt als ihre Adresse und, soweit Pulse sie ermitteln konnte, ihre Hardware-Adresse.
  • keine IP-Adresse — ein PROFINET-Gerät, das im Netzsegment geantwortet hat, aber noch keine nutzbare IP-Adresse besitzt. Es muss zuerst eine erhalten, bevor es überwacht werden kann.

Wenn nichts gefunden wird ​

  • Prüfen Sie, ob der Netzbereich derjenige ist, in dem sich die Steuerungen tatsächlich befinden.
  • Prüfen Sie, ob Pulse dieses Netz erreichen kann. Ein Bereich hinter einem Router ist für S7 und OPC UA erreichbar.
  • Prüfen Sie bei PROFINET, ob das scannende Gerät — die Appliance oder ein Collector — mit dem Segment verbunden ist, in dem die Geräte stehen: PROFINET kann keine Routergrenze überschreiten.
  • Erwarten Sie eine S7-CPU an einem ungewöhnlichen Baugruppenträger oder Steckplatz, starten Sie die Suche erneut mit Alle Baugruppenträger und Steckplätze prüfen.